Der größte Fehler beim Software-Wechsel ist, alles auf einmal zu wollen. Drei Tage Setup, alle Daten perfekt, jeden Feature-Knopf gefunden — und am Ende ist nichts live. Besser: in zehn klar abgegrenzten Schritten, jeden in 15 bis 30 Minuten, und nach Schritt 5 ist die Buchungsseite schon nutzbar.
Vorbereitung (15 Minuten)
Schritt 1: Konto anlegen
Salon-Namen, E-Mail, Passwort. Der Name wird Teil deiner Buchungs-URL (desaloni.com/salon/dein-name), also wähl ihn so, wie deine Kunden ihn googeln würden — nicht den vollen Behördennamen mit „GmbH und Co. KG".
Schritt 2: Öffnungszeiten
Mo bis So, mit Pausen falls vorhanden. Die Zeiten sind nicht in Stein gemeißelt — du kannst sie später jederzeit anpassen. Aber ohne Öffnungszeiten weiß das System nicht, wann es Slots anbieten soll.
Setup-Phase (30 Minuten)
Schritt 3: Mitarbeiter eintragen
Jeder, der Termine annimmt, braucht ein Profil. Foto und Bio kannst du später nachpflegen. Wenn du Solo-Stylist bist: einfach dich selbst anlegen, fertig.
Schritt 4: Kategorien definieren
Schneiden, Coloration, Pflege — drei bis fünf Kategorien reichen. Mehr macht die Buchung für Kunden unübersichtlich. Wenn du zwischen Maniküre und Pediküre trennst, ist das eine Kategorie-Entscheidung, nicht eine pro Service.
Schritt 5: Top-Services anlegen
Die fünf Services, die 80 Prozent deines Umsatzes machen. Mit Dauer und Preis. Nischen-Services kannst du nachpflegen, aber für den Start brauchst du die Hauptdienste — und nur die. Eine Liste von 40 Services schreckt Kunden bei der Online-Buchung ab.
Live-Schaltung (10 Minuten)
Schritt 6: Stripe Connect verbinden
Im Starter-Tarif Pflicht, im Pro optional. Geht über Stripe-Onboarding, dauert mit allen Daten zur Hand etwa fünf Minuten. IBAN bereithalten, Personalausweis-Foto auch.
Schritt 7: Buchungsseite veröffentlichen
Ein Klick. Ab diesem Moment ist /salon/dein-name öffentlich erreichbar. Sofort testen: einmal selbst als Kunde durchklicken, mindestens drei Slots prüfen.
Marketing-Phase (laufend)
Schritt 8: Link auf Instagram + Google Profile
Bio-Link auf Instagram, Webseiten-Feld im Google Business Profile. Das sind die zwei Stellen, wo deine Kunden zuerst suchen werden. Plus: WhatsApp-Statusmeldung mit dem Link, wenn du eine bestehende Liste hast.
Schritt 9: Bestandskunden importieren
CSV-Import für Kundendatei. Wenn du aus dem alten System exportieren kannst: Name, E-Mail, Telefon reichen für den Start. Notizen und Historie können später nachgepflegt werden.
Schritt 10: Reminder + Automation aktivieren
24-Stunden-Reminder per Mail einschalten (SMS-Reminder sind in Bearbeitung). Das senkt No-Shows um 30 bis 50 Prozent. Wenn du Brevo oder Mailchimp nutzt: jetzt verbinden, damit Neukunden automatisch in deine Liste wandern.
Mehr braucht es nicht für den Start. Alles weitere — Bewertungs-Automatisierung, Branding in Mails, Buchhaltungs-Anbindung — kannst du nach den ersten zwei Wochen entscheiden, wenn du weißt, was im Alltag wirklich anfällt.


